16. Newsletter: Barrierefreiheit 🚧 đŸ„ł

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ist Ihnen Barrierefreiheit egal? Oder ist Ihre Homepage sowieso schon tipptopp gestaltet und zugĂ€nglich fĂŒr alle? Herzlichen GlĂŒckwunsch, dann können Sie diese Mail gleich wieder schließen. TschĂŒss und bis zum nĂ€chsten Mal! 👋

Heute richten wir uns exklusiv und inklusiv an alle, die das Internet zugÀnglicher gestalten wollen und fassen uns dabei auch an die eigene Nase.

GIF_Mr.Bean_rasiert sich

Barrierefreiheit kommt


In den GesprĂ€chen mit unseren Partnerschulen und Kund*innen ist seit einiger Zeit immer wieder das Thema „Barrierefreiheit“ auf der Tagesordnung. Und der Wunsch nach einer „BarrierefreiheitserklĂ€rung“. Ein wunderschönes deutsches Wort, finden Sie nicht? Die meisten anderen Sprachen hĂ€tten vermutlich im Sinne der Barrierefreiheit zwei bis drei Wörter daraus gemacht, aber das ist ein anderes Thema.

Im Grunde sagt „BarrierefreiheitserklĂ€rung“ genau das, was drinsteckt: 

ErklĂ€re mir doch mal, an welchen Stellen deine Website schon frei von Hindernissen ist und wo noch nicht. Und sage mir auch, bis wann du diese Stellen fĂŒr alle zugĂ€nglich machen wirst.

Barrierefrei und BĂŒrokratie dabei.

„Wer Inklusion will findet einen Weg, alle anderen finden Ausreden.“

RaĂșl Aguayo-Krauthausen, Aktivist fĂŒr Inklusion

Barrieren sind Diskriminierung. In den USA und Österreich kann man deshalb Privatunternehmen verklagen und es werden teils erhebliche Geldbußen verhĂ€ngt.
Im Juni 2025 wird auch in Deutschland Barrierefreiheit fĂŒr Websites und Apps verpflichtend.

Seit unserer GrĂŒndung wollten wir Edkimo inklusiv und partizipativ gestalten. Unsere App ließen wir seither regelmĂ€ĂŸig von einer befreundeten Lehrkraft mit SehbeeintrĂ€chtigung testen. 

Dass eine barrierefreie Gestaltung fĂŒr alle Personen gut ist, haben wir spĂ€testens dann gemerkt, als die ersten Personen im Edkimo-Team eine Lesebrille brauchten und manche Stellen in der App wirklich nicht mehr richtig scharf erkennen konnten.  

So ganz systematisch hatten wir uns aber an das Thema Barrierefreiheit noch nicht herangetraut. Es erschien uns einfach zu groß.

Barrierefrei und schlechtes Gewissen dabei.

Machen ist wie Wollen, nur krasser

Die SchriftgrĂ¶ĂŸe hatten wir aber schon vor ein paar Monaten von sehr klein auf schön groß angepasst. Und in den letzten Wochen fingen wir an, die noch bestehenden Hindernisse aufzuschreiben. BarrierefreiheitserklĂ€rung wir kommen…

Recht schnell wurde uns bewusst, dass wir sehr viele Punkte schon mit wenigen kleinen Anpassungen viel besser und zugÀnglicher gestalten können.

Unsere wichtigsten und wirksamsten Änderungen:

  1. Starke Farbkontraste (Kein Pastell auf Pastell)
  2. Klare Seitenstruktur (Überschrift H1, Überschrift H2, Absatz, …)
  3. Bilder bekommen Bildbeschreibungen (außer dekorative Bilder, die bekommen alt=””)
  4. Links sind unterstrichen
  5. Eingabefelder haben eine Beschriftung
  6. ARIA-Attribute wenn HTML nicht genĂŒgt

Und ein paar nĂŒtzliche Tools, die uns dabei geholfen haben:

So sind wir vorgegangen

FĂŒr sehende Personen genĂŒgt es oft schon, einfach einmal im Internet die Augen etwas zusammenzukneifen, zu blinzeln und sich ein wenig zurĂŒck zu lehnen. Wenn dann noch die Texte, Buttons und Eingabefelder noch erkennbar und verstĂ€ndlich sind, super! Wenn nicht, gibt es ein Problem mit der SchriftgrĂ¶ĂŸe oder dem Farbkontrast.

Weiter Fortgeschrittene können auch mal den Screenreader anschalten und mit der Tabulatortaste oder dem Mauszeiger ĂŒber die Seite navigieren. Ein paar Aha-Erlebnisse sind garantiert. 

Beim lauten Vorlesen unserer Website wurde uns z.B. schnell klar, welche Bereiche gut oder schlecht strukturiert waren.

Barrierefrei und Augen zu dabei.

Schließlich haben wir die gute alte Web Developer Toolbar ausgepackt, mit der wir in den Urzeiten des Internets unsere ersten HTML-Seiten gebastelt haben. Dort ist mittlerweile ein Accessibility Checker integriert. Der lieferte uns gute und sofort umsetzbare VerbesserungsvorschlĂ€ge fĂŒr unsere Homepage.

Auf der Edkimo-App stießen wir jedoch mit der Toolbar aber an eine Grenze, weil wir dort den HTML-Code dynamisch generieren. Da machen dann andere Accessibility Checker wie die AXE Dev Tools einen guten Job.

Barrierefrei und HTML dabei.

So haben wir uns nach und nach an das Thema herangetastet und konnten nach gut zwei Tagen Arbeit die offenen Punkte in unserer ErklĂ€rung zur Barrierefreiheit schon deutlich kĂŒrzer fassen.

Barrierefreiheit ist besser fĂŒr alle

Das Schöne ist, Barrierefreiheit macht sogar Spaß und ist besser fĂŒr alle! Unsere Software hat jetzt schon viel weniger Barrieren und wird von Tag zu Tag besser. Wir haben uns auf den Weg gemacht und sind lĂ€ngst nicht fertig mit dem Thema.

Loggt euch mal wieder bei Edkimo ein und schreibt uns die Stolpersteine, die euch noch auffallen, dann können wir sie nach und nach beheben. 

Beste GrĂŒĂŸe und viel Spaß beim Feedback mit Edkimo!

Sebastian Waack

Co-GrĂŒnder und CEO

edkimo.com

P.S. Suchbild: Finde drei Unterschiede zwischen der alten und neuen Edkimo-Startseite! (Tipp: Überschrift, Farbkontrast, Links)

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