Wortwolke mit Edkimo erstellen

Wir bei Edkimo sind große Fans von kreativen Ergebnisdarstellungen, die den Einstieg in ein Feedback-Gespräch ermöglichen. Die Grundidee ist, einfache Ein-Wort-Abfragen an eine Gruppe zu stellen und die Ergebnisse direkt als Wortwolke zu visualisieren und gemeinsam zu besprechen. Besonders gut gefallen uns dabei einfache Tools wie Wordle und Answergarden. Auch wenn Sie nach einer Alternative für Mentimeter suchen, sind Sie bei uns richtig. Edkimo hat sein nun eine solche Wortwolken-Funktionalität direkt in der App umgesetzt und wir erklären hier, wie diese funktioniert. Über die unten stehenden Links können Sie es gleich live ausprobieren: „Was ist/war Ihr Lieblingsfach?“

Wortwolken-Abfrage erstellen, durchführen und auswerten

Edkimo-wortwolke-editor

Wählen Sie dazu im Vorlageneditor im Dropdown-Menü einfach das Antwortformat „Wortwolke (Freitext)“ aus, erstellen Sie Ihre Vorlage und starten Sie die Befragung. Die Teilnehmenden antworten wie immer bei Edkimo mit einem „Feedback-Code“. Das offene Antwortfeld ist dabei auf maximal 20 Zeichen begrenzt. Die Ergebnisse dieser „Ein-Wort-Abfrage“ werden als Wortwolke visualisiert. Um eine sinnvolle Auswertung zu ermöglichen, werden Groß- und Kleinschreibung vor der Auszählung vereinheitlicht. So werden beispielsweise „Englisch“, „ENGLISCH“, „englisch“ aber auch „ENglisch“ als viermal „englisch“ ausgezählt und als Grundlage für die Wortwolke benutzt.
In der Ergebnisansicht gilt: Je größer ein Wort ist, desto häufiger wurde es genannt. Das am häufigsten genannte, größte Wort erscheint in der Mitte, die am weniger genannten Wörter stehen klein am Rand. Mit dem Details-Button können Sie die Anzahl der Nennungen ein- und ausblenden.
edkimo-wortwolke-mit-details

Emoji-Wolken funktionieren auch

Um das starre Fragebogen-Format aufzulockern, kann man eine Abfrage auch mit Emojis beantworten lassen. Die Auswertung erfolgt analog als Emoji-Wolke: je größer ein Smiley bzw. Emoji erscheint, desto häufiger wurde es genannt. So ist ein schnelles Stimmungsbild innerhalb der Lerngruppe möglich.


 

Wortwolken ausprobieren

Normale Wortwolke: „Mein Lieblingsfach ist…“

Zum Demo-FragebogenErgebnisansicht –> Code: „wolke“
 

Emoji-Wortwolke: „Wie geht es dir heute?“

Zum Demo-FragebogenErgebnisansicht –> Code: „smile“
 

Wortwolken selbst erstellen?

Melden Sie sich kostenlos an und erstellen Sie Ihre eigene Edkimo-Umfrage. app.edkimo.com/signup

Evaluation mit QR-Code in der Edkimo-App

Evaluation mit QR-CodeDie Evaluation mit QR-Code ist von Edkimo für die Live-Evaluation entwickelt worden. QR-Code steht abgekürzt für „Quick Response Code“ und ist eine Art zweidimensionaler Strichcode. Solche Codes wurden vor rund 25 Jahren in der Autoproduktion von Toyota entwickelt und eingesetzt, können mittlerweile aber auch für viele andere Anwendungen genutzt werden.
Bei Edkimo werden QR-Codes vor allem für das Veranstaltungsfeedback auf Plakate oder im Programmheft abgedruckt, um eine Rückmeldung zu einzelnen Veranstaltungsteilen zu ermöglichen. Oder sie dienen als schnelle Zugangsmöglichkeit zum Unterrichtsfeedback per Smartphone, indem einfach der passende QR-Code per Beamer in der Klasse projiziert wird.
Kürzlich sind wir auf ein interessantes Einsatzszenario für QR-Codes bei der Nutzung der Edkimo-App aufmerksam geworden. Dabei geht es um eine Art dauerhaftes Live-Feedback zur Wartung und Instandhaltung von Tablet-Wagen in der Schule. Das von Sonja Hennig entwickelte Szenario zeigt eindrucksvoll die sinnvolle Verknüpfung von Online- und Offline-Methoden. Der verwendete Online-Feedbackbogen ist einfach mit QR-Code an die Checkliste angefügt, die jeden Tablet-Trolley begleitet. Eine sehr schöne Idee, zum Nachahmen empfohlen!


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Evaluation mit QR-Code für Tablet-Ausleih-Systeme. Bild: @frausonnig / Twitter

Eigenen QR-Code und Fragebogen erstellen

Mit der Edkimo-App können Sie sehr einfach eigene Fragenbogenvorlagen entwerfen und für Feedback-Prozesse nutzen. Ein passender QR-Code wird automatisch generiert. Die Online-Befragung erfolgt schnell und einfach. Sie erhalten unmittelbar die Ergebnisse und können diese gemeinsam diskutieren.
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Systematisches, softwaregestütztes Feedback im Unterricht

„Es geht um Schülerpartizipation, das gemeinsame Gestalten von Lernprozessen und das Signal, dass ich als Lehrperson immer auch Lernperson bin.“
Micha Busch, Lehrer für Deutsch und Englisch
Stadteilschule Am Heidberg, Hamburg

Was bedeutet Feedback für dich?

Schülerfeedback ist für mich eine einfache Möglichkeit, mit meinen Schülern ins Gespräch zu kommen – über die gemeinsam verbrachte Lebenszeit im Unterricht und wie diese Zeit möglichst für alle sinnvoll genutzt werden kann. Also die Frage danach, wie wir gemeinsam am besten lernen können. Es geht um mehr als nur um eine Effizienzsteigerung. Feedback beinhaltet den respektvollen Austausch, es geht um Schülerpartizipation, das gemeinsame Gestalten von Lernprozessen und das Signal, dass ich als Lehrperson immer auch Lernperson bin. Um meinen Unterricht zu verbessern, reflektiere ich deshalb auch stets mein eigenes Unterrichtshandeln, suche das Gespräch mit Kollegen, besuche regelmäßig Fortbildungen sowie Konferenzen und verfolge inspirierende Debatten in der Fachliteratur sowie in sozialen Netzwerken.

Welche Schülerrückmeldung hat dich als Lehrer besonders überrascht?

Es sind oft die kritischen Rückmeldungen, die hängenbleiben. Zum Beispiel wenn Schüler zurückmelden, dass das, was im Unterricht passiert, sie nicht erreicht oder nicht interessiert. Diese Rückmeldungen tun natürlich im ersten Moment auch weh. Aber sie sind ja sehr wichtig und wenn man dann darüber spricht und die Kritikpunkte ernst nimmt, dann kann man gemeinsam überlegen, wie der Unterricht aussehen müsste, damit auch diese Schüler etwas davon haben.

Warum hat sich eure Schule für Edkimo entschieden?

Ich habe als Testnutzer gute Erfahrungen mit Edkimo gemacht und habe die App dann meinem Kollegium im Rahmen eines Pädagogischen Jahrestages vorgestellt. Nach einer Testphase haben wir als Schule uns dann entschieden, dieses Tool flächendeckend zu nutzen und es prozessbegleitend einzusetzen.

Welche Herausforderungen gab es in der Einführung von Edkimo?

Ich glaube, dass die Kollegen, die sich immer schon Feedback eingeholt haben, kaum Probleme hatten, sich auf dieses Tool umzustellen. Für sie bedeutete es in erster Linie eine Erleichterung. Anders sieht es bei Lehrpersonen aus, die Feedback als Instrument für ihre Unterrichtsentwicklung erst entdecken. Hier geht es vornehmlich darum zu schauen, an welchen Stellen im Lernprozess systematisches, softwaregestütztes Feedback sinnvoll integriert werden kann und wie mit diesem Feedback dann umgegangen wird.

Ihr nutzt Edkimo auch für eure schulinternen Fortbildungen, könntest du kurz das Szenario beschreiben?

Wir haben Edkimo z.B. genutzt, um unseren Pädagogischen Jahrestag „Lernen in der digitalen Welt“ in Form eines Partner-Interviews mit Live-Feedback auszuwerten und wertvolle Hinweise für die weiteren Entwicklungsvorhaben zu bekommen. Wir nutzen das Tool aber auch für die Weiterentwicklung der Oberstufe. So setzen wir es ein, um Lehrer-, Schüler und Elternbefragungen zur Zukunft unser Sekundarstufe II durchzuführen.

Du hast das Buch „55 Webtools für den Unterricht“ geschrieben. Wie können Apps und Webseiten sinnvoll in den Unterricht integriert werden?

Am besten in Schülerhand, wenn damit kreativ und produktiv gearbeitet wird. Marc Albrecht-Hermanns hat dies kürzlich in einem Blogpost gut dargestellt. Die Möglichkeiten und Herausforderungen digitaler Technologie in der Schule habe ich vor einer Weile etwas ausführlicher in diesem Text beschrieben.

5 Tips für Feedback im Unterricht

1. Ihre Schüler wissen es am besten

Gehen Sie nicht davon aus, dass Sie schon vorher wissen, was Ihre Schüler wollen. Und gehen Sie nicht davon aus, dass Dinge die andere Schüler in anderen Klassen glücklich gemacht haben, auch mit Ihren neuen Schülern in der neuen Klasse funktionieren werden. Lehrer tendieren dazu, Verbesserungen sehr generell anzugehen. Zum Beispiel auf Grundlage eines Buches oder einer Fortbildung. Für die Unterrichtsentwicklung ist ein konkreter, situativer Ansatz viel wirkungsvoller. Benutzen Sie Schülerfeedback, um den Unterricht in dieser konkreten Klasse zu verbessern.

2. Starten Sie eine anonyme Umfrage

Zuerst müssen Sie herausfinden, welche Aspekte des Lernens und des Unterrichts für Ihre Schüler in dieser Klasse am wichtigsten sind. Aber wenn Sie Ihre Schüler direkt fragen, werden Sie nur selten eine offene und ehrliche Antwort bekommen. Eine Online-Umfrage ist hier hilfreich, da diese völlig anonym durchgeführt werden kann. Niemand hat Angst, eine schlechte Note zu bekommen. Sie bekommen als Lehrperson wertvolles Feedback zum Unterricht aus Sicht der Lernenden.

3. Holen Sie sich Feedback zu Themen, die Schülern wichtig sind.

Ihre Umfrage sollte Punkte umfassen, die von Ihren Schüler als wirklich relevant für das eigene Lernen in der Klasse wahrgenommen werden. Dazu könnten beispielsweise Fragen zum respektvollen Umgang, Lernmotivation, Lehrer-Schüler-Beziehung, Klassenklima, Fehlertoleranz, Wertschätzung von Schülerantworten usw. gehören. Achten Sie dabei auf die Diskrepanz zwischen Ihrer eigenen Wahrnehmung und der Schülerrückmeldung. Fragen Sie sich und Ihre Schüler, wie sie gemeinsam an einer Verbesserung des Unterrichts arbeiten können.

4. Planen Sie voraus und fokussieren Sie.

Obwohl Sie Ihre Schüler nach einer Rückmeldung zum Lehren und Lernen in der jeweiligen Klasse fragen, sollten Sie schon im Vorfeld Handlungsmöglichkeiten für die Weiterarbeit reflektieren. Bevor Sie die Umfrage starten, lohnt es sich kurz darüber nachzudenken, welche Änderungen möglich sind. Dies wird davon abhängen welche Aspekte des Fragebogens von Schülern als besonders positiv, besonders wichtig oder besonders negativ eingeschätzt werden. Nach der Umfrage sollten Sie sich auf zwei bis drei kritische Punkte konzentrieren und gemeinsam mit den Schülern unmittelbar daran weiterarbeiten.

5. Fragen Sie nicht nach Dingen, die Sie nicht ändern können.

Wenn Sie wissen, was Sie fragen möchten, sollten Sie auch klären, was nicht in den Fragebogen gehört. Es ist keine gute Idee, nach Dingen zu fragen, von denen Sie im Vorfeld wissen, dass beispielsweise die Schulordnung oder der Lehrplan eine Veränderung der Situation verhindern. Denn die Befragung Ihrer Schüler zum Unterricht ist mit dem impliziten Versprechen verbunden, dass Sie etwas an der Situation ändern wollen und können. Deshalb gilt: Fokussieren Sie auf das Lernen der Schüler und ihr eigenes unterrichtliches Handeln, um das beste aus dem Schülerfeedback herauszuholen. So können Sie den Unterricht wirksam verbessern und den Lernerfolg erhöhen.

Welche Erfahrungen habe Sie mit Schülerfeedback gemacht?

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht per Email, auf Twitter oder als Kommentar auf dieser Seite.