EdTechXEurope 2019 ‚Äď Startup Pitch

EdTechXEurope ist Europas gr√∂√üte Zusammenkunft zu Bildungstechnologien, die unter anderem einen Innovations-Wettbewerb f√ľr Startups in verschiedenen europ√§ischen St√§dten veranstaltet. Edkimo hat es in die deutsche Vorauswahlrunde geschafft. Wir konnten mit f√ľnf weiteren Startups aus dem Bildungsbereich unsere Idee vor Jury und Publikum in Berlin pr√§sentieren.
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Spielregeln

Bei EdTechXEurope hat jedes Startup f√ľnf Minuten Zeit f√ľr den Pitch, um in wenigen S√§tzen das Gesch√§ftsmodell zu erkl√§ren und die eigene Motivation zu transportieren. Im Anschluss gibt es eine dreimin√ľtige Fragerunde. Ein Sieger wird durch die Jury gek√ľrt und gewinnt ein Ticket zur Teilnahme an der Finalrunde, die am 18. Juni 2019 in London stattfindet.

Pitch Competition Berlin

Die Berliner Veranstaltung von EdTechXEurope 2019 fand im Digitalen Lernzentrum von Facebook statt. Unser Team legte bei der Pr√§sentation den Fokus auf die Fragestellung nach Gespr√§chsanteilen zwischen Sch√ľlern und Lehrern im Unterricht und stellte heraus, dass es nachweislich zu einer einseitigen Kommunikation auf Seiten der Lehrer kommt (vgl. Helmke 2015). Die Edkimo-App kann im Unterricht als Feedback-Instrument genutzt werden, um den Einstieg in eine Zweiweg-Kommunikation zu erm√∂glichen. Auf der Edkimo-Plattform haben Lehrkr√§fte mittlerweile √ľber 10.000 eigene Frageb√∂gen entworfen.
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Wer war dabei?

Mit uns angetreten sind zudem folgende Startups aus dem Bildungsbereich: Sdui (Schul-App), eKidz (Sprachlern Plattform), StudySmarter (Flashcards), 7fields (Coaching Service), Kiron (Lern- und Unterst√ľtzungs-Plattform f√ľr Gefl√ľchtete).
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Jury und Gewinner

Die Jury bestand aus Vertretern erfolgreicher Bildungs- und Technologieunternehmen: Dr. Anja Hagen von education 360¬į, Josefine Kaul von Phorms Education, Beth Havinga von Connect Edtech und Juan Luis Vilchez von Amazon Web Services EdStart. Das Event wurde von Svenia Busson von LearnSpace organisiert und moderiert. Wir gratulieren den Gewinnern von StudySmarter und dr√ľcken Euch die Daumen f√ľr den Final Pitch in London!
Euer Edkimo-Team
 

Research in Germany: "Ehrliche Antworten als Geschäftsidee"


edkimo-research-in-germanyDieser Beitrag erschien zuerst auf Englisch im Newsletter “Research in Germany” Juni 2018.¬†Newsletter abonnieren¬†. Die Rechte f√ľr den Text liegen beim Deutschen Akademischen Austauschdienst.

Wenn es in den Medien um deutsche Startups geht, dann meistens um jene in Gro√üst√§dten wie Berlin, M√ľnchen oder Hamburg. Aber auch abseits der Metropolen entstehen neue Unternehmen. Zum Beispiel in L√ľneburg. Dort haben der Lehrer Sebastian Waack, die Medienp√§dagogin Jessica Zeller und der Softwareentwickler Kai-Roman Ditsche-Klein im M√§rz 2015 das Unternehmen Edkimo gegr√ľndet. Edkimo bietet eine gleichnamige App f√ľr Feedback-Prozesse in Schulen und Ausbildungsst√§tten an. In die traditionsreiche Hansestadt im Norden Deutschlands kamen die drei Gr√ľnder 2013 als Gewinner des Gr√ľndungswettbewerbs Leuphana Business Accelerator, ausgelobt von der Universit√§t L√ľneburg. Doch von ihrer Idee bis zum fertigen Produkt war es noch ein langer Weg. Denn auf der einen Seite sollte die App, mit der Lehrer das anonyme Feedback ihrer Sch√ľler zum Unterricht einholen k√∂nnen, spielerisch leicht zu bedienen sein. Auf der anderen Seite musste sie komplex genug sein, damit Lehrkr√§fte einen fortlaufenden Feedback-Prozess aufbauen k√∂nnen. Durch die App entf√§llt die aufwendige Auswertung von Papierfrageb√∂gen. Sie liefert eine Zusammenfassung der Antworten auf die Fragen, die Lehrer ihren Sch√ľlern per App geschickt haben, auf den Bildschirm. Auch Antworten zu einzelnen Fragen werden automatisch ausgewertet. Lehrkr√§fte k√∂nnen sich auf diese Weise schnell ein Bild der Lage machen und darauf reagieren. ‚ÄěAlles ist darauf ausgelegt, dass man gleich mit den Sch√ľlern √ľber die Ergebnisse ins Gespr√§ch kommt‚Äú, sagt Jessica Zeller.
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Die Universit√§t unterst√ľtzte die Startup-Gr√ľnder umfassend

R√ľckblickend sagt die Gr√ľnderin: ‚ÄěEdkimo w√ľrde es ohne die Uni L√ľneburg nicht geben. Wir haben Zeit, Geld und Knowhow bekommen, um unser Konzept bis zur Marktreife zu bringen.‚Äú Die Uni finanzierte nicht nur das B√ľro und zwei Teilzeitstellen. Sie erm√∂glichte durch ihren Innovations-Inkubator auch die Zusammenarbeit mit dem universit√§ren Gamification Lab. Dort wurde das Potenzial von Spielen f√ľr diverse gesellschaftliche Bereiche erforscht. Daneben organisierte die Universit√§t den Austausch mit anderen Startups, bot Beratung in juristischen Fragen und bei der Vertragsgestaltung an. Durch die enge Anbindung an die Universit√§t kam auch die Vernetzung mit Partnern in Gang. So wurde die Software als erstes an einem Gymnasium in L√ľneburg erprobt. Als Pilotschule darf dieses Edkimo weiterhin kostenfrei nutzen.

Nach vier Jahren trägt sich das Unternehmen

Gut vier Jahre nach der Gr√ľndung hat Edkimo heute 40 zahlende Kunden, die App wurde bisher von 7.000 Lehrern und fast 100.000 Sch√ľlern genutzt. ‚ÄěEdkimo tr√§gt sich mittlerweile‚Äú, berichtet Zeller, die heute zum Gesch√§ftsf√ľhrerteam geh√∂rt. ‚ÄěEs geht voran, wenn auch nicht so schnell, wie wir das am Anfang gehofft haben‚Äú, sagt Zeller. Geplant ist, die App auch in √Ėsterreich, Frankreich und der Schweiz zu vermarkten.

Lob f√ľr den Innovations-Inkubator

Edkimo ist nur eine von insgesamt zw√∂lf Firmen, die im L√ľneburger Innovations-Inkubator ‚Äěausgebr√ľtet‚Äú wurden. W√§hrend der sechsj√§hrigen Laufzeit von 2009 bis 2015 generierten die Unternehmensgr√ľndungen mehr als 400 Arbeitspl√§tze. Von diesem Ergebnis zeigte sich die Organisation f√ľr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beeindruckt. Ein regionales Innovationssystem sei geschaffen worden, res√ľmierte die OECD in ihrem Bericht ‚ÄěLessons learned from the L√ľneburg Innovation Incubator”.

Nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Gr√ľndern und Universit√§t

Nach dem Wettbewerb Business Accelerator und dem Innovations-Inkubator hat die Universit√§t L√ľneburg 2017 ein weiteres Programm f√ľr den Wissens- und Technologietransfer zwischen Universit√§t und Unternehmen aufgelegt. Mit NIREM soll in den kommenden drei Jahren ein regionales Wissensnetzwerk aufgebaut werden. Zu den Kooperationspartnern z√§hlen kleine und mittelgro√üe Unternehmen der Region sowie ‚Äď neben dem Centre for Sustainability Management (CSM) der Universit√§t ‚Äď auch die Hochschule 21 im nahegelegenen Buxtehude. Im Zentrum stehen Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens und der Energie- und Ressourceneffizienz mit dem Ziel, die Innovationskraft mittelst√§ndischer Unternehmen in der Region im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung voranzutreiben. In Workshops erarbeiten die Experten aus Forschung und Praxis gemeinsam L√∂sungen zu Fragen des nachhaltigen Konsums und der nachhaltigen Mobilit√§t, aber auch f√ľr ganz naheliegende Probleme wie etwa die Biodiversit√§t auf dem Firmengel√§nde.
Nachhaltig wirkt auch die bisherige Zusammenarbeit der Universit√§t L√ľneburg mit Unternehmen. Edkimo jedenfalls ist der Uni weiterhin verbunden. Umgekehrt gilt das auch. Der Medienwissenschaftler Mathias Fuchs, Professor am Institut f√ľr Kultur und √Ąsthetik an der Universit√§t L√ľneburg und Gr√ľnder des Gamification Lab, steht dem Startup nach wie vor zur Seite. ‚ÄěWenn wir wissenschaftlich fundierten Rat brauchen‚Äú, sagt Gr√ľnderin Jessica Zeller, ‚Äěk√∂nnen wir den nach wie vor einholen‚Äú.
 

Weitere Informationen:

Centre for Sustainability Management (CSM) at Leuphana University L√ľneburg

Das L√ľneburger CSM entwickelt, basierend auf eigener Forschung, Nachhaltigkeitsl√∂sungen f√ľr Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei werden die verschiedenen Dimensionen des Nachhaltigkeitsmanagements ber√ľcksichtigt: √Ėkologie, Soziales und √Ėkonomie. Das CSM bietet au√üerdem den weltweit ersten MBA-Studiengang f√ľr Nachhaltigkeitsmanagement und Corporate Social Responsibility an.
www.leuphana.de > CSM

Google Launchpad Berlin

Jeder Tag beim Google Launchpad fokussierte auf einen Bereich:¬†Minimum viable product (MVP), user experience/user interface (UX/UI), Technologie, Marketing und Pitch-Training. Neben den sehr guten Einf√ľhrungspr√§sentationen waren insbesondere die Einzel-Mentor-Phasen sehr hilfreich, um die eigene Gr√ľndungsidee¬†zu hinterfragen und zu verfeinern. Insgesamt nahmen 15 Startups und 25 Mentoren teil. Und die Mentoren waren – anders als man vermuten k√∂nnte – in der Mehrheit keine Googler sondern gesch√§ftserfahrene Experten in ihrem jeweiligen Bereich.
Aus Sicht der Startups bedeutete diese Woche einen extrem schnellen Lernzyklus, fokussierte Weiterarbeit an der eigenen Idee zusammen mit erfahrenen Mentoren und sichtbare Fortschritte jeden Tag. Vielen Dank an Dirk und Katha von Google, die dieses Event auf die Beine gestellt haben!

Was haben wir bei Google Launchpad gelernt?

Mehr als erwartet. Und es war noch dazu ganz anders als man sich einen Workshop bei einem der größten Technologie-Unternehmen der Welt vorstellt. Im Grunde brauchten wir nur Papier, Post-its und Stifte und kaum ein einziges Mal den Computer. Hier ist ein kurzer Überblick:

(1) Computer ausschalten, einen Schritt zur√ľck¬†treten

Dies Einsicht war in der Tat die √úberraschendste f√ľr uns und vermutlich¬†f√ľr viele Startups in der fr√ľhen Ideenfindungsphase. Allzu schnell l√§sst man sich in den Programmcode hineinziehen und verliert dabei schnell den Blick und die Zeit f√ľrs gro√üe Ganze. Am Anfang geht es viel weniger um Debugging, Optimierung und Erg√§nzung des Programmcodes. Vor all diesen T√§tigkeiten muss immer wieder die Frage stehen: Interessiert sich √ľberhaupt jemand f√ľr das Produkt das wir bauen wollen? Wenn nicht, w√§re jede Programmiert√§tigkeit verlorene Zeit und Energie.

(2) Annahmen testen

Als ein Startup in der Fr√ľhphase legt man der eigenen Idee viele unbegr√ľndete Annahmen zugrunde. Dies ist ganz nat√ľrlich, denn vermutlich baut ein Startup etwas, das die Welt so noch nicht gesehen hat und wovon man nicht wissen kann, wie zuk√ľnftige Kunden das Produkt nutzen werden. Ohne Hypothesen¬†kommt man hier nicht weiter. Allerdings sollte man so fr√ľh wie m√∂glich die eigenen Annahmen mit echten Personen testen. Wie das funktioniert? Ganz einfach: geht nach drau√üen und sprecht Leute an. Im Caf√©, in der U-Bahn auf der Stra√üe. Bittet sie um ihre Meinung zu eurer Ideenskizze, eurem Produkt.¬†Das Ansprechen erfordert¬†definitiv ein wenig √úberwindung erm√∂glicht aber sehr fr√ľhes und extrem wertvolles Feedback. Andernfalls l√§uft man Gefahr, ein Produkt zu bauen, das am Ende niemand nutzen m√∂chte.

(3) User experience (UX) 

Dies ist sicherlich eines der oft gebrauchten – und oft missbrauchten – Buzzwords im Startup-Bereich. Dennoch ist die zugrundeliegende Idee entscheidend f√ľr die Wahrnehmung des Produkts. Die Mentoren beim Google¬†Launchpad betonten immer wieder eine klare Unterscheidung¬†von User Experience und User Interface. Das letzte leitet sich in gewisser Weise “automatisch” aus dem ersten ab.¬†Wer seine zuk√ľnftigen Nutzer des Produkts gut kennt, wird ein Produkt und eine User Experience designen k√∂nnen, so dass sich die Nutzer gut f√ľhlen mit dem neuen Produkt. Denn am Ende geht es eigentlich immer¬†um das gute Gef√ľhl.

(4) Marketing – von Anfang an

Niemand sollte erst¬†ein Produkt bauen und mit dem Marketing beginnen, wenn alles fertig ist. Das ist definitiv zu sp√§t. Marketing beginnt von Anfang an. Auch hier ist es entscheidend, seine Nutzer m√∂glichst gut zu kennen und die Marketingstrategie f√ľr verschiedene Zielgruppen anzupassen und zu verfeinern.¬†Wer sind die zuk√ľnftigen Nutzer? Wer wird f√ľr das Produkt bezahlen?¬†Wie spricht¬†man verschiedene Kundensegmente optimal an?¬†Auf welchen Kan√§len erreicht man die Nutzer?

(5) Datenschutz –¬†Made in Germany

Das mantra der Datenschutz-Experten beim Google Launchpad lautete: “If you make it in Germany, you’ll make it in the world”. Dies scheint wie die Umkehrung des Leonard Cohen Songs “First we take Manhattan, then we take Berlin.” In der Tat hat Deutschland eines der h√§rtesten Datenschutzgesetze der Welt. Wer hier in Deutschland – oder generell in der EU – ein Produkt entwickelt, muss Datenschutz und Datensicherheit von Beginn an weit oben auf die Priorit√§tenliste setzen. Fragen, die dabei beantwortet werden m√ľssen sind u.a.:

  • Welche Daten werden erhoben und zu welchem Zweck?
  • Braucht man diese Daten wirklich f√ľr das Funktionieren¬†des Produkts?
  • Wie viele Datenpunkte sind vorhanden?
  • Wie kann man die Aufl√∂sung der Daten verringern?

F√ľr ein erfolgreiche Produktentwicklung lohnt es sich,¬†die Datenschutzgesetze gut zu kennen. Es ist auch anzuraten,¬†fr√ľhzeitig mit den offiziellen Datenschutzbeauftragten in Verbindung zu treten, um sicherzustellen dass das zuk√ľnftige Produkt den (deutschen) Datenschutzstandards gen√ľgt.

Google Launchpad Vorträge

Minimum viable product (MVP) Präsentation von Daan Loening (kinderfee.de)
User Experience (UX) Präsentation von Jacob Greenshpan (www.uxux.co.il)
User Research Präsentation von Manuel Großmann (fuxblau.de)
Technology Präsentation von Jose L Ugia (@Jl_Ugia)
Pitch Präsentation von Bianca Preatorius (@bancia)
User Experience (UX) Präsentation von Fabian Hemmert (@fabianhemmert)
Marketing Präsentation von Frank Fischer (www.cu-0xff.de)
 

Google Launchpad Startups

Appizy¬†–¬†Convert spreadsheets into web-apps in 2 clicks.
Youvo¬†– “I want to change the world! But I’m only good at Photoshop…”
Addsura РPet insurance.
Simplora РPrice comparison for online groceries.
AirMarkr РDraw in the air with a 3D mobile app.
itwiy РAn app for cars and drivers.
Roomister РShort term office space.
kaputt.de РRepair your mobile phone.
timply РPersonal tipster for your free time.
Skillndeal РPlatform for creatives.
Sciencebite РUnlocking scientific know-how to solve technical challenges.
Edkimo¬†–¬†A fun, visual way to get feedback from students.
Uberchord РPersonal guitar chord trainer.
ZENchef – It’s about cooking.

EXIST-Ideenpapier: √Ėffentliche Anschubfinanzierung f√ľr Startups

Herzst√ľck des F√∂rderantrags

Wie sieht ein Beispiel f√ľr das Ideenpapier zum¬†EXIST-Stipendium¬†aus? Darauf eine Antwort online zu finden, ist gar nicht so einfach. Vermutlich liegt es daran, dass jedes Gr√ľnderteam letztlich selbst die eigene Gesch√§ftsidee zu Papier bringen muss. Ein wenig Orientierung anhand eines Beispiel-Ideenpapiers h√§tte uns jedoch bei der Erstellung des EXIST-Antrags geholfen. Deshalb haben wir uns entschieden, unser erstes EXIST-Ideenpapier anderen interessierten Gr√ľnderinnen und Gr√ľndern als¬†PDF zum Download¬†zur Verf√ľgung zu stellen.

Schritt f√ľr Schritt zum EXIST-Antrag

Der erste Schritt zur Beantragung eines EXIST-Stipendiums ist stets die Erstberatung mit dem Gr√ľndernetzwerk der Hochschule.¬†Bei einem solchen Erstgespr√§ch geht es darum herauszufinden, ob Hochschule und Gr√ľndungsvorhaben zusammenpassen und ob der gemeinsame Aufwand Aussicht auf Erfolg hat.
Den EXIST-Antrag stellt anschlie√üend die Hochschule beim¬†Projekttr√§ger J√ľlich. Die Hauptaufgabe der Gr√ľnder besteht darin, die Gr√ľndungsidee in ein 20-seitiges Ideenpapier zusammenzufassen. Das Gr√ľndernetzwerk der Hochschule steht dabei mit Rat und Tat beiseite, hilft bei der Suche nach Mentoren und √ľbt schonungslos Kritik, so dass der Antrag nach einigen Wochen oder Monaten schlie√ülich eine Runde Sache wird.
Die Struktur des Ideenpapiers ist¬†vom Wirtschaftsministerium vorgegeben (Word-Dokument vgl. Anlage 2)¬†und entspricht letztlich dem Aufbau eines Businessplans. Insofern ist es hilfreich, sich von verschiedenen Businesspl√§nen inspirieren zu lassen.¬†Besonders n√ľtzlich erschienen uns die bereitgestellten Dokumente der Businessplanwettbewerbe Berlin-Brandenburg (www.b-p-w.de) und Nordbayern (www.baystartup.de).

Von der Geschäftsidee zum EXIST-Ideenpapier

Unser Ideenpapier f√ľr den Antrag zum EXIST-Stipendium entstand ausgehend von den ersten Stichpunkten unserer Gesch√§ftsidee:

  • Wir unterst√ľtzen Schulen dabei, eine lernwirksame Feedbackkultur aufzubauen und weiterzuentwickeln.
  • Unsere Software (SaaS) erm√∂glicht es Lehrpersonen, sehr schnell anonymisiertes Online-Feedback zum Lernen und zum Unterricht von Sch√ľlern einzuholen und zur√ľckzuspiegeln.
  • Im Mittelpunkt steht die Weiterarbeit mit den Ergebnissen.
  • Mit unserem Gesch√§ftsmodell wenden wir uns an Schulen, Schulverwaltungen und Lehrpersonen (B2B und B2C).
  • Wir erstellen ein einfaches Feedbacktool f√ľr die Unterrichtsentwicklung, um den Lernerfolg der Sch√ľler zu erh√∂hen.
  • Unsere Arbeit basiert auf Erkenntnissen der Bildungsforschung (vgl.¬†Hattie-Studie) und setzt besonders lernrelevante Aspekte praktisch um.

EXIST-Ideenpapier-Beispiel-PDF-Vorlage-Feedback-App-Edkimo

Bei der nun folgenden intensiven Redaktionsphase formulierten wir die Idee detaillierter, erg√§nzten insbesondere Teile in den Bereichen Markt und Wettbewerb. Au√üerdem vergr√∂√üerten unser Gr√ľnderteam auf drei Personen.
Am Ende eines intensiven Redaktions-und-Review-Prozesses stand nach neun Versionen mit ungez√§hlten Kommentaren von Teammitglieder, Gr√ľndungsberatern und Mentorin unser EXIST-Ideenpapier. Einen Auszug aus unserem finalen EXIST-Ideenpapier stellen wir hier zum¬†Download als PDF¬†bereit. Das gesamte Ideenpapier und die Bewertung durch den Projekttr√§ger senden wir interessierten Gr√ľnderinnen und Gr√ľndern auf Anfrage gerne zu (ideenpapier@edkimo.com).

Was wir √ľber EXIST gelernt haben

  • Die Wartezeit zwischen Antragsstellung und Bewertung durch den Projekttr√§ger betr√§gt 1 bis 2 Monate.
  • Die Bewertung erfolgt allein auf Grundlage der schriftlichen Bewerbung (EXIST-Ideenpapier).
  • Die Gesamtpunktzahl betr√§gt 13 Punkte:¬†Team (3 Punkte), Innovation (5 Punkte), Markt (5 Punkte).
  • Eine F√∂rderung ist ab 9 Punkten m√∂glich.
  • Eine Nacharbeit lohnt sich ab einer Ersteinsch√§tzung von 7 Punkten.
  • Die Nachreichung muss innerhalb einer Frist von einem Monat erfolgen.
  • Es ist anzuraten, das Marktpotential auf Grund begr√ľndeter Annahmen gro√ü abzusch√§tzen.
  • Unterst√ľtzerschreiben von potentiellen Kunden (Letters of intent) sind hilfreich.
  • Es ist vorteilhaft bei Antragsstellung √ľber einen Prototypen zu verf√ľgen.

Wir w√ľnschen viel Erfolg bei der Gr√ľndung Eures Startups!

UPDATE¬†(05/2014) Wir haben das Gr√ľndungsprojekt¬†umbenannt in Edkimo, stark √ľberarbeitet¬†und¬†fokussieren auf den Aspekt¬†game-based learning. Unser Gr√ľndungsprojekt ist seit Juni 2014 Teil des Leuphana Business Accelerators.
UPDATE (12/2013) Die Bewertung bleibt unverändert. EXIST-Förderung hat nicht funktioniert.
UPDATE (11/2013) Wir haben nach einer Ersteinschätzung durch den Projektträger unser EXIST-Ideenpapier nachgearbeitet.